Nachitschewan – Das alte Land und die kulturelle Wiege Aserbaidschans
Lage
Die Autonome Republik Nachitschewan ist eines der ältesten Kulturzentren Aserbaidschans.
Sie liegt im westlichen Teil des Landes und grenzt an Armenien, den Iran und die Türkei.
Nachitschewan liegt etwa 500 km von Baku entfernt und besteht hauptsächlich aus bergigen und halbtrockenen Landschaften mit einem trockenen kontinentalen Klima.
Geschichte
Die Geschichte Nachitschewans reicht 5.000 bis 6.000 Jahre bis in die Chalkolithikum- und Bronzezeit zurück.
Der Legende nach landete die Arche Noah in Nachitschewan, weshalb es oft als „Land des Noah“ bezeichnet wird.
Im Laufe der Geschichte war Nachitschewan Teil des Königreichs Atropatene, des Sassanidenreichs, des Arabischen Kalifats, der Seldschuken, der Atabegs, der Qaraqoyunlu, Aghgoyunlu und der Safawiden.
1924 erhielt es den Status einer autonomen Republik innerhalb Aserbaidschans und besteht bis heute als Autonome Republik Nachitschewan.
Natur
Die Natur Nachitschewans ist vielfältig und geprägt von Bergen, Tälern, Salzseen und Mineralquellen.
Eines der berühmtesten Naturdenkmäler ist der Batabat-See, der für seine schwimmenden Inseln bekannt ist – ein wahres Naturwunder.
Die Duzdag-Salzhöhle ist ein weiterer einzigartiger Ort, berühmt für ihre natürliche Salztherapie, die bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen hilft.
Sehenswürdigkeiten
Noah-Mausoleum – gilt als die Grabstätte des Propheten Noah.
Alinja-Burg – oft als das „Machu Picchu Aserbaidschans“ bezeichnet, thront sie stolz auf einem Berggipfel.
Batabat-See – ein Naturjuwel und eines der Symbole Nachitschewans.
Duzdag-Salzhöhle und Gesundheitsresort – ein bekanntes Zentrum für Gesundheitstourismus.
Festung und historischer Komplex von Nachitschewan – präsentiert die antike Architektur und Kultur der Region.
Kultur
Nachitschewan ist die Geburtsstätte aserbaidschanischer Architektur, Musik und Handwerkskunst.
Eines der berühmtesten Denkmäler ist das Momine-Chatun-Mausoleum, ein Meisterwerk islamischer Architektur aus dem 12. Jahrhundert.
Die Region ist zudem reich an Folklore, traditionellem Handwerk und Teppichen.
Jährliche Festivals für Volkskunst, Nationaltrachten und Kultur unterstreichen die lebendigen Traditionen des Gebiets.
Die lokale Küche umfasst Qovurma (gebratenes Lammfleisch), Dovga (Joghurtsuppe), Lawasch-Brot, Kufte-Bozbash (Fleischklößchensuppe) und Desserts auf Honigbasis.
